Die Grüne Jugend Rems-Murr kritisiert die Entscheidung des Leutenbacher Gemeinderats, eine
außerplanmäßige Kündigung des Gaskonzessionsvertrags mit der EnBW abzulehnen.

„Diese Entscheidung war weder richtig, noch nachvollziehbar. Der Gemeinde wäre kein Schaden
entstanden, hätte sie den Vertrag jetzt gekündigt – im Gegenteil: Neben der Option, den Vertrag
mit der EnBW zu eventuell besseren Konditionen erst nach Neuverhandlungen der
Vertragsbedingungen zu verlängern, nimmt sich der Gemeinderat die Möglichkeit, die
Gasversorgung an einen besseren Partner abzugeben“, meint Timo Rapp, Initiator des
Leutenbacher Grünen-Stammtisches und Sprecher der Grünen Jugend Rems-Murr.

Sprecherin Lisa Fiegel fügt hinzu: „Die Entscheidung ist das falsche Signal, auch im Hinblick auf
die anhaltende Debatte zur Stromversorgung. Leutenbach erteilt damit einer möglichen
Beteiligung an Regionalwerken gemeinsam mit den Nachbarkommunen im Prinzip eine Absage.“

Darüber hinaus ist Bürgermeister Kiesls Aussage, es gäbe keine Stadtwerke mit schwarzen
Zahlen, auch nach der Korrektur nicht richtig: Recherchen ergaben, dass beispielsweise die
Stadtwerke der Gemeinde Waldkirch im Elztal, die nach der Liberalisierung 1998 entstanden,
Gewinne abwerfen – und das trotz der geringen Einwohnerzahl von 20.740.