Der RPJ Rems-Murr, bestehend aus den Jugendorganisationen von CDU, SPD, FDP und Grünen ist über das geplante Angebot im Nachtverkehr enttäuscht und fordert Nachbesserungen.

Die grundlegende Neuerung klingt vielversprechend: Zum Fahrplanwechsel am 09. Dezember 2012 wird der bisherige Nachtverkehr von Stuttgart in die umliegenden Landkreise von Bussen auf die S-Bahn umgestellt.
Der RPJ begrüßt diesen Schritt, da  dieser dringend notwendig geworden war. Nachdem die Fahrgastzahlen zuletzt auf 220.000 Fahrgäste angestiegen waren, war  das bisherige Nachtbussystem an seiner Kapazitätsgrenze angelangt.
Jedoch geht den Jugendparteien die Veränderungen nicht weit genug.  Während der Verband Region Stuttgart mit der Umstellung von Bus auf S-Bahn, ein attraktives Angebot geschaffen hat und dem gestiegenen Bedarfen gerecht wurde, bleibt der Rems-Murr Kreis mit seinem Nachtverkehrsangebot weit hinter den Erwartungen zurück.
Die Sicherstellung des Anschlussverkehrs mit Bussen oder Ruftaxis von den Bahnhöfen in die umliegenden Ortschaften und Wohngebiete fällt in den Aufgabenbereich der Landkreise. Die Umsetzung jedoch sieht bisher jedoch eher mau aus.

Hierzu erklärt Timo Rapp (GJ), Vorsitzender des RPJ:“ Insbesondere der Vergleich mit den anderen Landkreisen der Region zeigt, dass Landkreis und Kommunen hier ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Kreistag und Gemeinderäte sind in der Pflicht, das Angebot an den gestiegenen Bedarf anzupassen.“
Sein Stellvertreter Steffen Seitter (Junge Liberale) ergänzt: „Das Konzept zur Anbindung der S-Bahnen muss dringend überdacht werden. Für uns stellen Ruftaxis auf keinen Fall eine adäquate  Alternative zu Nachtbussen dar!“
Wie es anders geht zeigt etwa der Kreis Ludwigsburg. Dort werden sämtliche Orte mit mehr als 2.000 Einwohnern von Nachtbussen angefahren. Insgesamt investiert der Landkreis Ludwigsburg rund 400.000 Euro. Zum Vergleich: Im Rems-Murr Kreis werden nicht einmal alle Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern angefahren; der Landkreis investiert gerade einmal 60.000 Euro in sein Nachtbusangebot.
Marvin Bux, Vorsitzender der Jungen Union stört vor allem eines: „In Stuttgart nutzt man den Fahrplanwechsel sogar um das bestehende Nachtbusangebot weiter auszubauen, während im Rems-Murr Kreis das Angebot auf niedrigem Niveau stagniert.“
Und Denis Engelhardt (Jusos in der SPD) meint dazu: „Das Nachtbusangebot wurde vor über zehn Jahren vor allem deshalb ins Leben gerufen, um junge Menschen dazu zu bewegen Ihr Auto stehen zu lassen. Damit wollte man die Anzahl der so genannten Disco-Unfälle reduzieren. Auch vor diesem Hintergrund ist das bestehende Nachtbusangebot im Rems-Murr Kreis vollkommen unzureichend!“

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Bild: www.nachtaktiv.net