Ring Politischer Jugend gegründet

Die Jugendorganisationen von CDU, SPD, FDP und Grünen wollen künftig gemeinsam für politisches Engagement werben. Dazu haben die vier parteipolitischen Jugendorganisationen im Rems-Murr Kreis, Junge Union, Junge Liberale, Jusos in der SPD und Grüne Jugend den Ring Politischer Jugend (RPJ) gegründet.

„Wir haben uns zusammengeschlossen, um gemeinsam die politische Bildung der Jugend zu fördern“, so Marvin Bux, Vorsitzender der Jungen Union.
Timo Rapp, Pressesprecher der Grünen Jugend ergänzt: „Junge Menschen müssen in der politischen Debatte gehört werden. Dafür wollen wir uns einsetzen.“
Die Gründung fand bereits am vergangenen Donnerstag, den 12. Juli 2012 in der kaufmännischen Schule in Waiblingen statt. Die Veranstaltung begann mit einem politischen „Speed-Dating“. Dabei setzten sich je ein Vertreter einer Jugendorganisation und ein Mitglied des Kreistages mit den Schülern in Kleingruppen zusammen und wechselten alle paar Minuten die Gruppen.
Das Motto des „Speed-Dating“ lautete „König/in von Deutschland – was würdest Du ändern, wenn Du könntest?“ Bei den jeweils zehn Minuten dauernden Gesprächen entwickelten sich spannende Diskussionen zu verschiedensten politischen Themen – vom Nachtbusangebot im Landkreis bis hin zu Bundeswehreinsätzen im Ausland. Aber die Vertreter aus der Politik konnten auch zahlreiche Fragen zur allgemeinen politischen Arbeit beantworten, z.B. wie eine typische Parteisitzung funktioniert.
Der neu gegründete RPJ hat vor, in Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art durchzuführen.
Der Vorsitzende der Jusos, Denis Engelhardt betonte: „Die Jugendlichen haben vor allem mit einem Klischee aufgeräumt: Nämlich, dass Politik sie kaum interessiert. Die meisten Jugendlichen waren gut informiert. Aber es ist auch wichtig, dass junge Menschen die Politik nicht nur den etablierten Parteigängern überlassen, sondern sich Gehör verschaffen und sich einmischen.“
Im Anschluss erfolgte dann die eigentliche Gründung des Rings politischer Jugend. Die Vertreter der vier Jugendorganisationen unterzeichneten die Satzung des RPJ.
In den vierköpfigen Vorstand des RPJ entsenden die Jugendorganisationen  je einen Vertreter. Den Vorsitz übernimmt zunächst Timo Rapp für die Grüne Jugend. Stellvertreter für Organisation, ist der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Steffen Seitter. Das Amt des Schatzmeisters wird vom Vorsitzenden der Jungen Union, Marvin Bux, geführt. Das Amt des Pressesprechers übernimmt der Vorsitzende der Jusos, Denis Engelhardt. Die jeweiligen Vorstandsämter werden turnusgemäß jedes Jahr zwischen den Jugendorganisationen gewechselt.
Dass die Jugendorganisationen durch die Zusammenarbeit auch inhaltlich stärker zusammenrücken, glaubt der neu Vorsitzende des RPJ, Timo Rapp nicht: „Wir werden weiter unbequem bleiben. Auch wenn wir uns auf persönlicher Ebene bestens verstehen, werden wir uns auch zukünftig zwischen den Jugendorganisationen und gegenüber den jeweiligen Parteien intensiven inhaltlichen Auseinandersetzungen hingeben. Das macht Politik schließlich spannend!“
Steffen Seitter, Vorsitzender der JuLis bedankte sich abschließend für die gute Zusammenarbeit in der einjährigen Vorbereitungszeit und hofft, dass über den RPJ in Zukunft mehr junge Menschen den Weg in die Politik finden würden.

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